Floristen, Trauredner & Co.:
Alarmsignal in der Fotografen-Bubble: Wenn der Brautstrauß zum Kriminalfall wird
Hände hoch, wer es auch schon mal gesehen hat! Ihr scrollt ganz entspannt durch Instagram, nippt an eurem Kaffee und plötzlich explodiert eure Timeline, weil ein Fotografen-Kollege kurz vor dem nervlichen Totalschaden steht.
What happened? Hat jemand seine Kamera im Pool versenkt? Hat das Brautpaar die Rechnung nicht bezahlt?
Schlimmer. Viel schlimmer.
Eine Floristin hat es gewagt – haltet euch fest –, das Foto eines von ihr kreierten Brautstraußes auf ihrem eigenen Profil zu teilen. Ohne vorher einen dreistufigen, notariell beglaubigten Antrag in dreifacher Ausführung beim Fotografen einzureichen. Ohne eine Lizenzgebühr in Höhe des Bruttoinlandsprodukts eines kleinen Inselstaates zu überweisen.
Die Kommentare darunter? Ein Fest für jeden Jura-Studenten im ersten Semester:
„Das ist Diebstahl! Urheberrechtsverletzung! Ich habe sofort meinen Anwalt warmlaufen lassen! Mindestens dreimal abmahnen und die Existenz zerstören!“
Klingt wie ein schlechter Film? Ist aber traurige Realität in vielen Foren. Und ja, rollen wir kurz die Augen und nicken brav: Rein rechtlich gesehen haben die Kollegen recht. Das Urheber- und Nutzungsrecht bleibt beim Fotografen. Wer fremde Bilder für die eigene kommerzielle Werbung nutzt, steht mit einem Bein im digitalen Gefängnis.
Aber wisst ihr was? Bei uns von hedrichweddings.com läuft das anders. Und zwar so richtig anders. Wir haben nämlich unsere Paragrafen-Reiterausbildung im ersten Lehrjahr abgebrochen und trinken stattdessen lieber einen guten Espresso.
Das „Wir-sitzen-alle-im-selben-Boot“-Prinzip
Wir haben da so eine ganz abstruse, völlig verrückte Theorie, die in manchen Fotografen-Kreisen wahrscheinlich als pure Ketzerei gilt: Eine Hochzeit ist kein Solo-Konzert des Fotografen.
Schockierend, oder? Aber lasst es uns mal herunterbrechen. Wenn wir am Hochzeitstag ein grandioses Foto machen, dann tun wir das ja nicht im sterilen Vakuum.
Wer macht das Fest eigentlich erst schön?
Die Locations: Prunkvolle Schlösser, altehrwürdige Burgen, top-moderne Restaurants, stylische Hotels, romantische Weingüter oder urige Scheunen, wo die Besitzer Tonnen von Herzblut hineingesteckt haben.
Die Floristen & Dekorateure: Haben sich morgens um vier die Finger abgefroren, um dreitausend Rosen perfekt zu arrangieren.
Die Trauredner & Geistlichen: Haben wochenlang Gehirnschmalz verbraten, um eine Rede zu schreiben, bei der selbst der härteste Opa in der ersten Reihe anfängt zu schniefen.
Die Konditoren: Haben eine Fünf-Etagen-Torte kreiert, die die Schwerkraft besiegt und viel zu gut aussieht, um angeschnitten zu werden.
Die Stylisten: Haben dafür gesorgt, dass Freudentränen und Schweißperlen auf der Tanzfläche absolut keine Chance haben.
Die DJs & Bands: Schleppen zentnerschwere Boxen, damit Tante Erna um drei Uhr morgens noch zu „Atemlos“die Hüfte schwingt.
Die Wedding Planner: Haben im Hintergrund dreißig Fast-Katastrophen verhindert, von denen niemand je etwas erfahren wird.
Und wir Fotografen? Wir kommen an, drücken im richtigen Moment auf den Auslöser, lassen ein bisschen Magie in der Nachbearbeitung spielen und halten das Ergebnis fest. Natürlich ist das Kunst, harte Arbeit und erfordert verdammt teures Equipment. Aber ohne die Meisterwerke all dieser Dienstleister gäbe es auf unseren Fotos schlicht und ergreifend nichts Schönes zu sehen! Eine leere Wiese fotografiert sich auf Dauer nämlich ziemlich langweilig.
Warum also um alles in der Welt sollten wir auf unseren Bildern hocken wie Gollum auf dem Ring?
„Mein Schaaatz! Niemand darf es ansehen! Wenn die Location das Bild postet, schicke ich das SEK!“ – Nö. Uns ist unsere Lebenszeit schlichtweg zu kostbar, um das Internet nach Dienstleistern zu durchforsten, nur um ihnen mit dem Anwalt zu drohen.
Die große Freigabe: Wer darf unsere Bilder nutzen? (Spoiler: ALLE!)
Deshalb machen wir es jetzt offiziell und unkompliziert: Hiermit erteilen wir allen Hochzeitsdienstleistern dieser Erde die offizielle, stressfreie Freigabe.
Egal ob ihr ein edles Schloss, eine rustikale Event-Scheune, ein gemütliches Restaurant oder ein bodenständiger Bauernhof seid. Egal ob ihr Brautkleider verkauft, Anzüge schneidert, Oldtimer vermietet, Ringe schmiedet, Torten backt, Reden haltet, Blumen bindet oder die Musikboxen aufdreht:
Ihr dürft unsere Bilder für eure Eigenwerbung nutzen!
Ihr müsst uns nicht erst eine formelle Anfrage per Einschreiben schicken. Schnappt euch die Bilder aus den Galerien (sofern das Brautpaar sein Okay gegeben hat) und packt sie auf eure Website, in euer Portfolio, auf eure Flyer oder in eure Social-Media-Kanäle. Macht euch damit sichtbar und zeigt der Welt, wie genial eure Arbeit war!
Die einzige Bedingung: Das Gesetz des Hochzeits-Karmas
Wir verlangen für diese Nutzung keinen einzigen Cent. Wir wollen keine komplizierten Verträge. Aber wir glauben fest an gutes Karma in unserer Branche. Und deshalb haben wir genau eine einzige, klitzekleine, absolut schmerzfreie Bitte:
Ihr braucht nicht nachzufragen, aber bitte erwähnt uns gut sichtbar unter dem Bild. Ein kurzer Credit tut nicht weh, kostet euch genau drei Sekunden eurer Lebenszeit und sorgt dafür, dass unser aller Karma-Konto im absoluten Plusbereich bleibt.
So sieht die perfekte Namensnennung aus:
📷 Foto: hedrichweddings.com
Social Media: Verlinkung auf Instagram (@hedrichweddings) oder Facebook
Wenn ihr uns im Beitrag markiert, sorgt das bei uns im Büro für einen kollektiven Freudentanz inklusive Konfettiregen. Ihr zeigt unsere Arbeit, wir zeigen eure Arbeit. Das ist kein Hexenwerk, sondern nennt sich schlicht und ergreifend kollegialer Respekt.
Und mal unter uns: Ein bisschen Ego-Streicheln schadet nie...
Ich verstehe die ganze Aufregung im Grunde genommen sowieso nicht. Wenn jemand „da draußen“ unsere Bilder benutzt, dann ist das für mich kein Grund, direkt die Kanzlei zu kontaktieren. Im Gegenteil!
Wenn ein Dienstleister oder eine Location ein Foto von uns auswählt, um damit die eigene Arbeit zu präsentieren, dann ist das doch das größte Kompliment überhaupt. Es zeigt doch nur eins: Das Foto ist verdammt gut geworden. Es spricht für die Qualität unserer Arbeit, wenn andere es stolz zeigen wollen.
Warum sollte man sich also darüber aufregen, dass jemand die eigenen Bilder schön findet? Man sollte sich verdammt noch mal darüber freuen!
Fazit: Weniger Ego, mehr Miteinander
Am Ende des Tages sitzen wir doch alle im selben Hochzeits-Boot. Wenn wir uns gegenseitig unterstützen, verlinken, sichtbar machen und weiterempfehlen, haben wir alle am Ende des Jahres mehr Buchungen im Kalender stehen, als wenn wir uns gegenseitig mit Abmahnungen und Urheberrechts-Klagen bombardieren.
Also, liebe Hochzeits-Gang: Bedient euch gerne an unserem Bildmaterial. Lasst uns die Branche ein bisschen entspannter und freundlicher machen – ganz ohne Paragrafen-Reiterausbildung, dafür mit einer großen Portion Humor und gegenseitigem Support.
Auf eine geniale Zusammenarbeit!
Unser Credo:
Weniger Drama, mehr Konfetti – haut in die Tasten und bedient euch!

